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Eine der großen Unbekannten der Klimadebatte in der USA ist die Frage, welche Rolle die Umweltagentur EPA zur Regulierung von Treibhausgasen spielen wird. Zur Erinnerung: Noch unter Präsident George W. Bush entschied der oberste US-Gerichtshof im Fall Massachusetts vs. EPA, dass die Agentur nach geltender Rechtslage dazu verpflichtet ist, CO2 zu regulieren.
Seitdem ist klar: Sollte der Kongress kein Klimagesetz verabschieden, muss die Obama-Regierung auf dem Verordnungswege aktiv werden und CO2-Grenzwerte für Kraftwerke und Fabriken festlegen. Jetzt kommt Feuer ins Spiel. Angesichst der ungewissen Aussichten, ob ein Klimagesetz verabschiedet wird, wollen mehrere Politiker das Luftreinhaltegesetz aushöhlen und die EPA in ihrer Kompetenz beschneiden. Das verkompliziert die ohnehin unübersichtliche Gemengelage im Senat weiter. Beitrag weiterlesen »
Grau und bedrohlich ragen die Schlote eines Kohlekraftwerks in den Himmel. Weiß und steril ist der Kontrollraum. Mit kühler Präzision bereiten die Ingenieure ein Manöver im Kraftwerksbetrieb vor. Ein Druck auf eine roten Knopf und die Schornsteine verwandeln sich in Geschützrohre, die den afrikanischen Kontinent ins Visier nehmen. Bilder wie aus einem Hollywood-Kriegsfilm. Sie laufen in einem Filmspot von Oxfam und der Heinrich-Böll-Stiftung ab Donnerstag in Kinos deutschlandweit und machen klar: Deutsche Kohlekraft bringt die Klimakatastrophe nach Afrika und andere arme Regionen dieser Welt.
Gestern wurde der Film auf der Gala der Green Me Lounge während der Berlinale vorgestellt und jetzt kann ihn jeder unter www.klima-schuetzen.org oder auf YouTube ansehen. Er macht den Zusammenhang zwischen Kohlekraft und Armut durch Klimawandel in den armen Ländern der Welt eindringlich deutlich und ist Teil der Kampagne: “Klima schützen, Armut verhindern”, die sich gegen den Neubau von Kohlekraftwerken in Deutschland wendet. 24 neue Kraftwerke sind hierzulande derzeit im Bau oder in Planung. So wird ein massiv erhöhter CO2-Ausstoß über Jahrzehnte zementiert.
Jede und jeder kann etwas zum Ausstieg aus Kohle- und Atomstrom und damit zur Armutsbekämpfung beitragen, wenn sie und er zu Ökostromanbietern zu wechselt. Außerdem sollte der Film an möglichst viele Menschen weitergeleitet werden, um klarzumachen, wie problematisch die Kohlekraft ist. Bewertungen und Kommentare auf YouTube sind sehr willkommen.In vielen Kinos Deutschlands läuft ab Donnerstag ein Spot von Oxfam und der Heinrich-Böll-Stiftung gegen neue Kohlekraftwerke. Gestern wurde er auf der Berlinale vorgestellt und jetzt kann ihn jeder unter www.klima-schuetzen.org oder auf YouTube ansehen.
Wieder mal eine nachdrückliche Aufforderung zu Ökostromanbietern zu wechseln und dem Kohlestrom die rote Karte zu zeigen.
Der Film sollte an möglichst viele Menschen weitergeleitet werden, um die klarzumachen, wie problematisch die Kohlekraft ist. Bewertung und Kommentare auf YouTube sind sehr willkommen.
“Ist es an der Zeit, sich um Kopenhagen Sorgen zu machen?”, fragt doch tatsächlich James Murray von BusinessGreen.com im Guardian vom 12.8.09. Ehrlich gesagt: Da bleibt mir doch fast die Spucke weg. Wer die Klimaverhandlungen seit dem Bali-Gipfel 2007 verfolgt hat, macht sich schon lange keine Sorgen mehr. Ich finde, das Gefühl ist eher mit schleichender Panik zu beschreiben.
Laut dem Sierra Club wurde letzte Woche das 100. Kohlekraftwerk in den USA seit 2001 verhindert. Damit sind rund 400 Millionen Tonnen CO2 im Boden geblieben. Hierbei handelt es sich um Kohlekrafterke die schon in der ersten Planungphase gestoppt wurden bis hin zu solchen, die schon liefen und stillgelegt wurden. Teilweise werden Krafterke gebaut aber laufen mit Biogas statt Kohle oder es findet ein geplanter Ausbau nicht statt. Die Zahl 100 ist ein optimistischer Blick und wirklich verhindert wurden wohl weniger da einige Firmen aus diversen Gründen (z.B. steigenden Kosten) ihre Bewerbung um den Bau eines KKWs zurückgezogen haben. Doch in einigen Fällen gibt es tatsächlich dank Proteste einen Umschwung von Kohle zu beispielsweise Wind. Beitrag weiterlesen »
Neulich in der Mittagspause stolperte ich auf dem Bürgersteig über einen Elektroinstallateursmeister. Er installierte gerade einen blau-grauen Pfosten am Straßenrand. Auf meine Frage erklärte er mir, das sei eine Ladestation für Elektroautos. ‘Aha, Elektroautos’, dachte ich, ‘das geht voran.’ Dann fiel mir das Logo auf dem Pfosten auf: RWE. Die Worte Braunkohle, Neurath und Atomkraft schossen mir durch den Kopf. Klar, woher der Strom für die Elektroautos kommen würde. Aber die Idee an sich fand ich toll. ‘Man könnte ja’ dachte ich, ‘100.000 freundlichen Berlinern Solarzellen für ihre Autodächer spendieren Beitrag weiterlesen »
Atomkraftwerke abschalten? Neubau von Kohlekraftwerken? Gentechnikfreie Landwirtschaft? Was sagen die Kandidatinnen und Kandidaten der Bundestagswahl zu diesen wichtigen Fragen? Der BUND hat knapp 1.500 potentielle künftige Parlamentsabgeordnete per Fragebogen einem Check unterworfen. Die Ergebnisse sind online abrufbar. Eine wunderbare Idee für mehr Transparenz…
“Klimawissenschaftler bei Protest gegen Kohleabbau festgenommen” – so lautet die ungewöhnliche Schlagzeile in den USA. Dabei handelt es sich um den bekannten NASA-Wissenschaftler James Hansen, der sich an Protesten in West-Virginia, beteiligt hatte. Zum genauen Vorgang und dem Kohleprojekt siehe hier und hier. Seine Motivation für den Protest erläutert Hansen hier. Ungewöhnlich ist die Schlagzeile, weil die meisten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Erkenntnisse weitergeben (wenn auch oft auf eindringliche und kreative Weise), z.B. beratend für Regierungen tätig werden oder sich meinungsmachend in den Medien äußern. Aber die wenigsten wagen diese Art von Vermischung aus wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlichem Einsatz, also bürgerschaftlichem Engagement. Jedenfalls ist mir kein anderes so prominentes Beispiel bekannt. Das ist schade. Denn es sind genau diese Menschen, auf die die Politik gerade hören muss. Und auch die Bürgerinnen und Bürger brauchen die klimawissenschaftlichen Erkenntnisse, um den notwendigen Druck auf ihre Regierungen zu erzeugen. Wissen allein genügt längst nicht mehr.
“Mountaintop Mining” – dagegen protestierte Hansen.
Quelle: www.flickr.com (von nrdc_media), Creative Commons Lizenz