Wie weiter mit der Klimabewegung?

Veröffentlicht am 22.02.2010 von Georg Koessler

Nach Kopenhagen ist vor Cancun. Oder? Soll dem Desaster von Dänemark eine Wiederholung der beispielslosen Mobilisierung für eine gerechtere Klimapolitik folgen? Diesmal nach Mexiko? Woher soll das Geld kommen? Woher die Energie? Und woher der Optimismus, der doch eigentlich am militärisch bewachten Zaun des Kopenhagener Bella Centers dem letzten Öko-Aktivisten abhanden gekommen sein müsste?null

Die Klimabewegung (= die basisdemokratischer, aktionsorientierter und weniger institutionalisiert als typische NGOs) in Deutschland diskutiert. Das geschieht recht unauffällig und wurde bisher nur mal hier und da aufgegriffen. In den großen NGOs beraten die Vorstände mit Blick auf das Jahresbudget während die kleinen Bewegungsgruppen sich zu diversen Plena in Hinterhöfen treffen. Zusammen kommen sie nur selten und wenn, dann nicht über die gleichen Kanäle. Die Konflikte sind dabei eigentlich die gleichen geblieben. Ich umreiße die mal folgendermaßen:

Während sich eine Nichtregierungsorganisation in Deutschland im Durchschnitt mit Veranstaltungen für die “interessierte Öffentlichkeit”, Studien oder Lobbying beschäftigt, versucht die Klimabewegung ohne Fachwissen in der breite aber mit viel Aktivismus eine praktischere Lösung zu finden. Beitrag weiterlesen »

Gepostet in Klimabewegung | 4 Kommentare »


Warum es wichtig ist, trotzdem nach Kopenhagen zu fahren

Veröffentlicht am 27.11.2009 von Georg Koessler

Ban-Ki Moons Aufruf in Bonn nach einem „Seal the Deal!“ klingen wie Kassandras Ruf angesichts des nun von höchster Stelle (den Staatsoberhäuptern Obama und Hu) bestätigten “Scheiterns” des Kopenhagener COP15-Gipfels. Es wird keine Revision den Kioto-Protokolls geben und auch kein neues umfassendes Kopenhagen-Protokoll. Einzig einige politische Entscheidungen könnten in Kopenhagen ausgehandelt werden und COP15 wird wie schon COP13+14 wohl nur ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einem Abkommen sein.

Auf nach Kopenhagen

Aufruf der GRÜNEN JUGEND trotz pessimistischer Rufe

There was an assessment by the leaders that it was unrealistic to expect a full internationally legally binding agreement to be negotiated between now and when Copenhagen starts in 22 days.
(Mike Froman, US Deputy National Security Adviser vor einigen Tagen)

Beitrag weiterlesen »

Gepostet in Klimabewegung | Ein Kommentar »


Schweden mit Klima-Labeling

Veröffentlicht am 15.11.2009 von Georg Koessler

Die angekündigte CO2-Neutralität Schwedens existiert derzeit nur auf dem Papier. Doch kleine Schritte gehen in die richtige Richtung. Von nun an werden viele Nahrungmittel in Schweden gemäß ihrer Klimafreundlichkeit gekennzeichnet. Dadurch können die Konsument_innen sehen, wie viel Kohlenstoffdioxid bei der Produktion der von ihnen gekauften Lebensmittel verursacht wird. Beitrag weiterlesen »

Gepostet in Lebensstile | Kein Kommentar »


Vertrautes nicht-Vertrauen

Veröffentlicht am 09.10.2009 von Georg Koessler

Die USA sind mit ihrer Forderung nach einer internationalen Überprüfung der Vermeidungsmaßnahmen im globalen Süden bei den derzeitigen Verhandlungen in Bangkok aufs Glatteis geschlittert. Der nun nötige diplomatische Tanz wird auf dünnem Eis geführt.

Die Diskussion selbst ist bekannt: immer wenn Finanztransfers anstehen, so wie bei der Entwicklungszusammenarbeit, stellt sich die Frage der Überprüfbarkeit. Dann gibt es Diskussion darüber, wie selbstbestimmt die Staaten des Südens die Gelder einsetzen dürfen. Doch diesmal wollen die USA sogar dann einen Blick auf die Maßnahmen werfen, wenn sie selbst kein Geld hinzuschießen. Beitrag weiterlesen »

Gepostet in Finanzierung, Klimaregime, Obama, USA | Kein Kommentar »


100 Kohlekraftwerke in den USA verhindert

Veröffentlicht am 25.07.2009 von Georg Koessler

Laut dem Sierra Club wurde letzte Woche das 100. Kohlekraftwerk in den USA seit 2001 verhindert. Damit sind rund 400 Millionen Tonnen CO2 im Boden geblieben. Hierbei handelt es sich um Kohlekrafterke die schon in der ersten Planungphase gestoppt wurden bis hin zu solchen, die schon liefen und stillgelegt wurden. Teilweise werden Krafterke gebaut aber laufen mit Biogas statt Kohle oder es findet ein geplanter Ausbau nicht statt. Die Zahl 100 ist ein optimistischer Blick und wirklich verhindert wurden wohl weniger da einige Firmen aus diversen Gründen (z.B. steigenden Kosten) ihre Bewerbung um den Bau eines KKWs zurückgezogen haben. Doch in einigen Fällen gibt es tatsächlich dank Proteste einen Umschwung von Kohle zu beispielsweise Wind. Beitrag weiterlesen »

Gepostet in Energiewende, Klimabewegung, Klimawandel, Kohle, USA | Kein Kommentar »


WWF+Allianz: “Deutschland ganz vorn im Klimaschutz” – oder?

Veröffentlicht am 03.07.2009 von Georg Koessler

Die Homepage des WWF überrascht mit einer vertrauten Grafik: Als wäre es das Bekanntheitsgrad-Ranking im SPIEGEL, sind die Köpfe von Staats- und Regierungschefs auf Säulen zu sehen, deren Höhe eine Prozentanzahl angibt. Worum geht es?

Die Grafik auf der WWF-Homepage

Die Grafik von der WWF-Homepage. Angela Merkel führt - Tendenz wirklich steigend?

Eine Ecofys-Studie im Auftrag der Allianz und des WWFs hat die G8-Staaten sowie die G5, die großen Schwellenländer des Globalen Südens (Brasilien, China, Indien, Mexico und Südafrika) auf ihr Klimaverhalten untersucht. Anhand von Indikatoren, wie “Rolle in den Verhandlungen” oder “Entfernung zum Kyoto-Ziel” aber auch “Energieeffizienz der Industrie”, gab es für die G8-Länder eine Einstufung in drei Kategorien, passend mit einer Ampelfarbe signalisiert. Die G5 haben lediglich eine allgemeine Einschätzung bekommen. Beitrag weiterlesen »

Gepostet in G8, Klimawandel, USA | Kein Kommentar »


Spiegel Online, China und gerechter Klimaschutz

Veröffentlicht am 16.06.2009 von Georg Koessler

Gerade bin ich auf einen Spiegel-Online Artikel gestoßen, der in meinen Augen das Vertrauen zwischen bzw. Wissen über den “Westen” und China weiter verringert.

“Für den Abschluss eines Weltklima-Abkommens stellt die chinesische Regierung nach SPIEGEL-Informationen neue Bedingungen. So fordert Peking, dass die Kohlendioxidemissionen des Landes teilweise den Abnehmerländern seiner Exportgüter zugerechnet werden.”

Dass China somit vielleicht seine Verhandlungsmasse in Kopenhagen auszudehen versucht, indem eine weitere Variable eingeführt wird, könnte die ohnehin schon sehr komplexen Klimaverhandlungen weiter verkomplizieren. Die Frage des ‘ökologischen Rucksacks’ und CO2-Konsums (im Gegensatz zu den reinen Emissionen) aufzuwerfen, ist jedoch durchaus gerechtfertigt. Beitrag weiterlesen »

Gepostet in Klimaregime, Klimawandel | 3 Kommentare »


« Vorherige Einträge