Karren im Dreck

Veröffentlicht am 24.12.2009 von Lili Fuhr

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern mit diesem aktuellen BUND-Video ein besinnliches Weihnachtsfest!

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Fazit: Kopenhagen aus der Vogelperspektive

Veröffentlicht am 20.12.2009 von Marian Bichler

Am Ende der zweiwöchigen Verhandlungen, mit allseitiger Ernüchterung und auch Erschöpfung, zieht Tilman Santarius Bilanz. Mit etwas Abstand stellt er vor allem die Frage: warum schafft es der gegenwärtige Verhandlungsprozess nicht, die Defizite und Irrwege des Kyoto-Protokolls auszubessern? Wenn nicht auf Kyoto aufgebaut wird, das Protokoll aber gleichzeitig konstruktiv reformiert wird, werden alle weiteren Beschlüsse der internationalen Klimapolitik nur noch mehr Defizite aufweisen.

Was bleibt, ist die positive Energie der Zivilgesellschaft hervorzuheben. Warum konnte nicht ein Funken der beeindruckenden Kraft tausender Menschen auf der Straße in Kopenhagen in das Verhandlungszentrum hinüberschwappen?

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Klimakanzlerin? Merkels Kopenhagen-Bilanz

Veröffentlicht am 19.12.2009 von Lili Fuhr

Merkel Der wesentliche Punkt war schon die Frage: Sind die Entwicklungsländer auch bereit, rechtlich bindende Verpflichtungen einzugehen?

So fasst Frau Merkel auf ihrer Pressekonferenz am Flughafen in Kopenhagen die Verhandlungen zusammen. Klingt für mich ein wenig nach verdrehter Welt. Wie war das nochmal: Wer hat den Klimawandel verursacht und wer rückt nicht mit ambitionierten Reduktionszielen raus? Die Entwicklungsländer?

Doch die Rede der Ex-”KlimaKanzlerin” birgt noch weitere Highlights, über die man schmunzeln könnte, wenn es nicht so bitter ernst wäre: Beitrag weiterlesen »

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Der Reinfall von Kopenhagen – woran lag es?

Veröffentlicht am 19.12.2009 von Tilman Santarius

Der Rheinfall bei Schafhausen

Wie kam es, dass Kopenhagen so ein Reinfall geworden ist? Das liegt daran, dass bei den Verhandlungen alle Staaten an einem Strang ziehen – bloß dummer Weise in unterschiedliche Richtungen. Hier eine Analyse der Gemengelage. Beitrag weiterlesen »

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Ergebnis der Klimakonferenz ohne Substanz

Veröffentlicht am 19.12.2009 von Tilman Santarius

COPEine verdammt heiße Nacht, die letzten Stunden der Klimakonferenz. Gestern nachmittag wurde zunächst ein Textentwurf für die Abschlusserklärung vorgelegt. Dann ging es 24 Stunden drunter und drüber. Heute um 14.50 Uhr wurde die COP beendet.

Der Text ist der totale Greenwash-Deal! Es schließt sich der Bogen zu meinem ersten Blog zur COP15 vor knapp zwei Wochen, in dem ich die vier größten Gefahren für ein Greenwash zusammengefasst hatte. Nur eine der genannten Gefahr, dass gar keine Ziele für 2020 sondern nur langfristige Ziele bis 2050 deklariert werden, hat sich nicht bewahrheitet; es sind all die Angebote für Emissionsreduktionen bis 2020 im Text enthalten, die wir schon vor der Klimakonferenz kannten – doch die wurden in den 14 Tagen um keinen Millimeter verschärft! Die drei anderen Gefahren sind in dem Text enthalten: 1. es gibt keine rechtliche Verbindlichkeit, sondern bloß eine politische Deklaration; 2. es gibt keinen Sanktions- und Anreizmechanismus, der die Staaten zur Einhaltung ihrer Ziele anhält, sondern stattdessen ein “pledge und review”: alle Staaten stellen ihre selbst gesteckten Ziele lediglich in einem “Info-Dokument” als Anhang eines Abkommens zusammen. Dann lassen sich zwar auf die Finger schauen lassen, ob sie ihre Ziele erreichen, aber es bleibt völlig folgenlos, wenn sie das nicht tun; 3. Die Schlupflöcher im Bereich Senken, Land- und Forstwirtschaft sind nicht geschlossen worden, so dass die Verhandlungen der nächsten Monate die ohnehin schon laschen Ziele noch weiter verwässern werden. 

Wie verliefen die Verhandlungen in der Nacht? Beitrag weiterlesen »

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Wie viel macht China wirklich?

Veröffentlicht am 18.12.2009 von Marian Bichler

Ein mitbeteiligtes Land, das Kopenhagen zu einem Desaster werden ließ, war China. China will wachsen. Und trotz engagierter Maßnahmen in den Bereichen Energieeffizienz und Ausbau erneuerbarer Energien, setzt China zur Erreichung seiner Wachstumsziele auch auf einen erheblichen Anteil fossiler Energien. Zugleich aber bietet das Land ein Reduktionsziel von 40 – 45% gegenüber Business-as-Usual an. Eine hoch erscheinende Zahl, die es Umweltaktivisten leicht macht, Chinas Weltmachtanstrengung im powerplay gegen die USA zu unterstützen und als Teil der Emanzipationsstrategie der Entwicklungsländer (G77) zu interpretieren. Doch ist es für China wirklich eine große Anstrengung, dieses Ziel zu erreichen? Es erscheint sinnvoll, die dazu gehörigen Klimaschutz-Maßnahmen genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein fiktiver Videodialog mit Antje von Broock, BUND-Expertin für internationale Klimapolitik und IPCC-Wissenschaftler Niklas Höhne (ecofys), dessen Climate Action Tracker eine detaillierte Bewertung der Klimaschutzanstrengungen vieler Länder vornimmt.

(Anmerkung: Das Interview mit Niklas Höhne wurde bei starkem Wind auf dem U-Bahnsteig vor dem COP-15 Konferenzzentrum aufgezeichnet).

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No, we cannot. Obama enttäuscht auf ganzer Linie.

Veröffentlicht am 18.12.2009 von Tilman Santarius

PresseHeute morgen gab Obama seine Rede bei der Klimakonferenz; übrigens können die Plenardebatten hier online verfolgt werden. Die Presse stand bereit, eng gedrängt, ein Wald von Kameras. Wird etwas Großes gesagt werden?

Am Abend zuvor gab es bereits ein offizielles Essen mit der Queen und allen Staatschefs. Anschließend hatten etwa 30 von ihnen – wohl zur Hälfte Industrie- und Entwicklungsländer – bis 2 Uhr morgens verhandelt. Durchgesickert ist, dass sie sich auf das 2 Grad Ziel geeinigt hätten sowie darauf, dass im Jahr 2020 100 Milliarden US-Dollar nötig seien, um die Entwicklungsländer bei der Anpassung und bei Klimaschutz-Maßnahmen zu unterstützen. Das bedeutet, es gab wohl kaum Fortschritt. Parallel dazu wurde auf Ministerlevel bis rund 4 Uhr morgens verhandelt – wohl auch noch ohne Einigung.

Mit eineinhalb Stunden Verspätung startete die Sitzung, in der die großen Reden geschwungen werden sollten: China, Brasilien, USA, Indien und andere. Beitrag weiterlesen »

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