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Fahrradfahren für den Klimaschutz ist nicht nur eine gute Sache, sondern kann zu einem wahren Abenteuer werden. Ragna Schmidt-Haupt und Amiram Roth-Deblon haben sich in Afrika auf den Weg gemacht und viele spannende Projekte besucht, unter anderem auch von der Böll Stiftung oder den Kenianischen Grünen. Ihr Film gibt einen kleinen Eindruck wider, mehr Infos gibts auf Ihrer Webseite cycle-generation.org.
P.S. Ein anderer Sprecher oder Sprecherin, die nicht ganz so “marketing-mäßig” rüberkommt, würde noch mehr Authentizität vermitteln…
Ich weiß, die meisten Leserinnen und Leser, die sich durch diesen Blog klicken, sind ohnehin schon für das Klimaproblem sensibilisiert. Aber jetzt gibt es eine gute Nachricht: die Mehrheit der Menschen rund um den Globus nimmt den Klimawandel absolut ernst!
Das hat eine repräsentative Umfrage unter 18,578 Menschen in 19 Ländern herausgefunden. Dreiviertel der Menschen weltweit wollen, dass die Politik den Klimawandel als oberste Priorität behandelt und dass Politiker mehr gegen den Klimawandel tun sollen. “Viel mehr, nein, aber ein bischen mehr, ja” sagt Steven Kull, der die Umfrage geleitet hat. Immerhin. Beitrag weiterlesen »
Wenn wir am 27. September wählen gehen, dann entscheiden wir dieses Mal auch über den Fortgang der Atomenergie in Deutschland. Sieben AKWs müssten laut Ausstiegsvereinbarung innerhalb der nächsten Legislaturperiode abgeschalten werden. Sieben AKWs stehen derzeit still – und nirgends gehen die Lampen aus. Also: what’s the problem?
Kreuzchen-Machen bei der Bundestagswahl ist wichtig, öffentlich ein Festhalten am Ausstieg einfordern noch wichtiger: Am 5. September wird es in Berlin eine große Demo geben. Weitere Infos gibt es bei Campact (dort auch einen Link zum Verschicken an Freunde und Kollegen!) und beim Anti-Atom-Treck. See you there!
Eine große Überraschung war es ja nicht, aber empören tut es immer wieder, wenn einem das Wissen über das absichtliche in-Unwissenheit-Gelassen bewusst wird. Der Anlass: Nun endlich von der Obama-Administration freigegebene Satellitenaufnahmen zu den schwindenden Eisfeldern in der Arktis, die die Schnelligkeit, Unaufhaltsamkeit und dramatischen Effekte des Klimawandels im Laufe nur eines Jahres deutlich erkennen lassen:
Chukchi Sea , port of Barrow, Alaska: July 2006 (left) and July 2007 (right)
Laut dem Sierra Club wurde letzte Woche das 100. Kohlekraftwerk in den USA seit 2001 verhindert. Damit sind rund 400 Millionen Tonnen CO2 im Boden geblieben. Hierbei handelt es sich um Kohlekrafterke die schon in der ersten Planungphase gestoppt wurden bis hin zu solchen, die schon liefen und stillgelegt wurden. Teilweise werden Krafterke gebaut aber laufen mit Biogas statt Kohle oder es findet ein geplanter Ausbau nicht statt. Die Zahl 100 ist ein optimistischer Blick und wirklich verhindert wurden wohl weniger da einige Firmen aus diversen Gründen (z.B. steigenden Kosten) ihre Bewerbung um den Bau eines KKWs zurückgezogen haben. Doch in einigen Fällen gibt es tatsächlich dank Proteste einen Umschwung von Kohle zu beispielsweise Wind. Beitrag weiterlesen »
Die Vorstellung, dass sich der maßlose Umgang unserer Zivilisation mit fossilen Energieressourcen durch großtechnische Eingriffe in die Gestalt des Planeten lösen lässt, hat schon manche krude Idee hervorgebracht. Das so genannte “Geo-Engeneering” begeistert vor allem (weiße) Männer mittleren Alters. Roger Angel von der University of Arizona schlug etwa vor, 16 Billionen transparenter Scheiben in die Erdumlaufbahn zu schicken, um Teile der Sonnenstrahlung zu reflektieren. Der Ingenieur Stephen Salter rät, mithilfe von Spezialschiffen Meerwasser in die Atmosphäre zu sprühen und dadurch die Wolkenbildung zu fördern. James Lovelock möchte die oberen Ozeanschichten aufwirbeln, um das Algenwachstum zu stimulieren, was CO2 binden würde. Ich bin wohl nicht der einzige, der sich mit Blick auf die Umsetzung solcher Vorschläge bisher gefragt hat: sagt mal, spinnt ihr eigentlich?
Jetzt wurde ein neuer Vorschlag gemacht – wieder von Männern zwar, aber er kommt gänzlich ohne Technik-Utopie aus: “Macht unsere Städte weiß – und sie werden Hitze abweisen und die Erderwärmung bremsen.” Hashem Akbari, Surabi Menon vom Berkely Lab und Arthur Rosenfeld von der kalifornischen Energiekommission kommen in ihrer Analyse zu krassen Ergebnissen: Würden weltweit alle Dächer und Straßen weiß gestrichen, dann könnten einmalig rund 44 Milliarden Tonnen CO2 ausgeglichen werden. Eine unglaubliche Zahl – Beitrag weiterlesen »