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Die Reaktionen fallen gemischt, doch meist negativ aus:
Die Klima-Allianz fordert die EU auf, den Entwicklungs- und Schwellenländern endlich konkrete Angebote zu unterbreiten, wie die erforderlichen Anpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen durch Finanzhilfen und Technologietransfer unterstützt werden könnten. Die nächste UN-Verhandlungsrunde Ende März in Bonn dürfe nicht durch eine weiterhin schwammige EU-Position ausgebremst werden.
Rebecca Harms von den Grünen aus dem Europäischen Parlament: Eine ambitionierte Vision fehlt vollständig, es werden lediglich schon bestehende Ziele noch einmal aufgewärmt.
Christoph Bals von Germanwatch begrüßt auch Aspekte des Vorschlags: Sowohl die Einbeziehung des Flug- und Schiffsverkehrs in die Finanzierung als auch der Vorschlag, dass Staaten künftig für ihre Emissionsrechte zahlen sollen und diese nicht mehr – wie bisher – kostenlos zugeteilt bekommen, sind zu begrüßen.Beitrag weiterlesen »
Barack Obama handelt: Er erlaubt Kalifornien, höhere Standards für die Energieeffizienz von Autos einzuführen und kündigt bundesweite Standards für 2011 an. Er nutzt die Ankündigung für eine programmatische Rede zu Energie- und Klimafragen. Eine sehr klare Sprache – es lohnt sich sie zu lesen:
Hier der komplette Text (Hervorhebungen durch mich, Quelle: Whitehouse.gov):
Good morning. Before I begin today’s announcement, I want to say a few words about the deepening economic crisis that we’ve inherited and the need for urgent action.
Over the last few days we’ve learned that Microsoft, Intel, United Airlines, Home Depot, Sprint Nextel, and Caterpillar are each cutting thousands of jobs. These are not just numbers on a page. As with the millions of jobs lost in 2008, these are working men and women whose families have been disrupted and whose dreams have been put on hold. Beitrag weiterlesen »
Eine Unterschriftenaktion gegen das geplante Vattenfall-Kohlekraftwerk in Berlin von WEED, attac Berlin, Berlin 21, BUND Berlin, BUND-Jugend, BI ‚Nein zum Kohlekraftwerk – unserer Umwelt zuliebe‘, Deutsche Umwelthilfe, Grüne Liga, Kohle nur noch zum Grillen, Klima-Allianz, Campact, Verbraucher-Initiative u.a.:
Der schwedische Energiekonzern Vattenfall plant derzeit hinter verschlossenen Türen den Bau eines neuen Kohlekraftwerks mitten in Berlin. Die Berliner Politik kann die nötigen politischen und rechtlichen Voraussetzungen schaffen, um das Kohlekraftwerk zu verhindern und die Berliner Energiepolitik zukunftsorientiert und umweltverträglich zu gestalten.Setzen Sie jetzt ein wichtiges Zeichen für eine alternative, klimafreundliche und zukunftsorientierte Energiepolitik in der Hauptstadt!
Am Montag findet in Bonn eine große internationale Konferenz zur Gründung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien IRENA statt, zu der hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus mehr als 100 Staaten erwartet werden. Etwa die Hälfte der Staaten wird auch die Gründungsdokumente unterzeichnen. Als Agentur zur Förderung der Erneuerbaren Energien weltweit wurde IRENA vor allem von der deutschen Bundesregierung, aber auch von anderen Staaten wie Dänemark und Spanien vorangetrieben. Über den Sitz der Agentur ist noch nicht entschieden. Bonn hat sich darum beworben.
Anlässlich der Gründungskonferenz möchte ich auf eine oft zitierte, aber immer wieder vergessene politische Inkohärenz aufmerksam machen, aus deren Verantwortung sich auch die deutsche Bundesregierung nicht ziehen kann: Während auf der einen Seite fleißig in die Förderung der Erneuerbaren Energien investiert wird, findet parallel eine massive Subventionierung der fossilen Energieträger statt. Beitrag weiterlesen »
Nicht nur die Eisbären sind vom Klimawandel bedroht, sondern auch die Kaiserpinguine. Entgegen der allgemeinen Annahme, dass sich die Antarktis aufgrund des Ozonloches nicht erwärmt, belegen nun aktuelle Forschungsergebnisse der University of Washington, dass zumindest weite Teile der Westantarktis bei der allgemeinen Erderwärmung Schritt halten.
Da auch in Zukunft mit einer weiteren Verkleinerung des Ozonloches zu rechnen ist, wird sich dieser Trend eher verschärfen. Die Antarktis enthält etwa 75 % der weltweiten Süßwasserreserven. Sollte langfristig die komplette Eisdecke schmelzen bzw. auseinanderbrechen, wäre mit einer Meeresspiegelerhöhung von bis zu 5 Meter zu rechnen. Das bedroht nicht nur die Kaiserpinguine…
Erst vor kurzem hatte ich über die erstaunlichen Preise für Atomstrom berichtet, die im Rahmen einer Ausschreibung eines Atomreaktors in der Türkei verlangt wurden. Hierzu nun die gute Nachricht: Laut “Nuclear Reaction” wird die türkische Regierung die Ausschreibung stoppen. Anscheinend war es ihnen nun doch zu teuer.
Anscheinend wird aber eine Neuausschreibung erwogen. Scheinbar unbelehrbar. Schade nur um die Zeit und all die Ressourcen, die in diesen Irrweg gesteckt werden, zu einer Zeit in der wir alle Kräfte für die wirklichen Lösungen mobilisieren sollten.