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… aber wie ein Bettvorleger gelandet scheint die Bundesregierung mit ihrem Klimaschutzprogramm. Vor einem Dreivierteljahr im brandenburgischen Meseberg verabschiedet mit dem Ziel, eine Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40% gegenüber dem Niveau von 1990 zu erreichen (bisher liegen wir bei 18%). Doch in den Mühlen der interministeriellen Abstimmung werden nun Tonne für Tonne der notwendigen Emissionsreduktionen zermahlen. Beitrag weiterlesen »
Erinnern Sie sich an James Dean? Da gibt es die berühmte Szene in “Denn sie wissen nicht was sie tun“. Das Autorennen in der Nacht auf einen Abgrund zu. Ich habe es auf Youtube gefunden:
An diese Szene erinnert mich ein Argumentationsstrang, der in der öffentlichen Debatte immer wieder auftaucht. Unter Verweis auf aktuelle klimawissenschaftliche Debatten wie z.B. um die von einem Nature-Artikel prognostizierte temporäre Atempause in der globalen Erwärmung (zur Kritik siehe hier) wird der Schluss gezogen: Es ist alles noch nicht so klar, wie es mit dem Klimawandel weitergeht. Die Wissenschaftler streiten sich ja noch. Also warten wir erst mal ab, bis sich das klärt. So z.B. der Tenor vieler Kommentare auf Focus Online zu der entsprechenden Meldung. Beitrag weiterlesen »
Zwischen Naturschützern und Klimaschützern besteht in den Umweltorganisationen nicht immer bloße Eintracht. Der Naturschutz ist historisch älter, einer der großen Ursprünge der Umweltbewegung. Für Naturschutz wird viel gespendet, und Naturschützer sind ihre stärksten Organisationen, an Mitgliedern und Finanzen gemessen. Naturschutz heisst englisch “Conservation”, und wohl nicht ganz zu Unrecht wird Naturschutzorganisationen ein politisch eher konservativer Zug zugeschrieben. Beitrag weiterlesen »
Die FAO hat nun Satellitenbilder veröffentlicht, die veranschaulichen, wie in nur wenigen Jahren die Mangroven im Delta des Irrawaddy (= Ayeyarwady) massiv dezimiert worden sind. Sie betont, dass eine intakte Mangrovenvegetation die Wucht der Sturmflut hätte bremsen können.
Die nebenstehende Abbildung zeigt oben die Situation im Jahr 1995, unten 2000. Die Mangroven sind in kräftigem Rot dargestellt. Die Fläche an Mangroven, so die FAO, hat sich seit 1975 halbiert.
Mangroven weltweit werden für landwirtschaftliche Flächen gerodet. Aber auch die Ausdehnung der Aquakultur von Shrimps für unseren Tisch trägt massiv zu ihrer Zerstörung bei. Mehr zum Thema Mangrovenzerstörung bringt der Mongabay-Blog (englisch). Beitrag weiterlesen »
Vor einigen Tagen habe ich hier schon einmal zum Zusammenhang zwischen Klimawandel und der aktuellen Zyklon-Katastrophe in Burma gebloggt. Wie tropische Wirbelstürme zwar voraussichtlich mit wärmeren Meeren durch den Klimawandel intensiver werden. Wie aber zugleich es unmöglich bleibt, einzelne Stürme auf den Klimawandel zurückzuführen.
Nun habe ich einen weiteren, komplexen Zusammenhang angezeigt bekommen. Zwischen Verwundbarkeit für Klimawandel und Entwaldung. Dies funktioniert so: Beitrag weiterlesen »
Für Beobachter der brasilianischen Umweltpolitik ist es keine Überraschung: Marina Silva, eine Ikone der brasilianischen Umweltbewegung als ehemalige Mitstreiterin des in den 80er Jahren ermordeten Anführers der Kautschukzapfer Chico Mendes, ist als Umweltministerin Brasiliens zurückgetreten.
Marina ist eine zarte, fast zerbrechlich wirkende Frau mit einer sehr fragilen Gesundheit. Ich hatte 2003 Gelegenheit, mit ihr bei einem Besuch in Brasilia zu sprechen. Sie hat mich damals mit ihrer Präsenz sehr beeindruckt.