Veröffentlicht am 29.11.2007 von Jörg Haas
Vor der Klimakonferenz in Bali kann man eine interessante Beobachtung machen: Während von vielen Akteuren einigermaßen präzise beschrieben werden kann, was am Ende der Verhandlungsprozesses in 2009 herauskommen muss, um die gravierendsten Klimaschäden abzuwenden, fehlt es bisher an plausiblen Erfolgskriterien für die Bali-Konferenz.
Das weitgehende Schweigen auch unter Fachleuten zeugt von der enormen Kluft, die sich vor Bali auftut: zwischen dem, was klimapolitisch geboten ist, und dem was man realpolitisch für möglich, für erreichbar hält. Das BMU ist besorgt über die hohen Erwartungen der Öffentlichkeit und versucht verständlicherweise diese zu dämpfen. Denn obwohl die Welt mit dem IPCC-Bericht einmal mehr schriftlich und faktenstark vorliegen hat, in welch großer Gefahr sie schwebt, wird Bali sicher noch keinen neuen Klimaschutzvertrag zeugen. Beitrag weiterlesen »
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Veröffentlicht am 27.11.2007 von Jörg Haas
“Bürger stoppen Kohlekraftwerk” titelt die taz heute. Im saarländischen Ensdorf hat eine Bürgerbefragung ein von RWE geplantes 1600-Megawatt-Kohlekraftwerk gestoppt. Im Kohleland an der Saar! Nach Bremen, Bielefeld und Kansas nun auch hier. Ein Vorbild für die Hamburger und die Brandenburger. Letztere haben ein Volksinitiative gegen die Braunkohle eingeleitet.
Die Kohle muss in der Erde bleiben. Wenn dabei die Politik versagt, müssen die Bürger Druck machen. Auch am 8. Dezember in Neurath und Berlin. Damit gilt: Vernunft siegt über Kohle!
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Veröffentlicht am 27.11.2007 von Jörg Haas
Christoph Bals von Germanwatch hat hier das lesenswerteste Hintergrundpapier vor den Klimaverhandlungen von Bali geschrieben. Ich habe bisher noch nirgendwo so eine exzellente Übersicht über die Größe der Herausforderung, den Stand der Verhandlungen, und die notwendigen Ergebnisse des in Bali zu initiierenden Prozesses gelesen. Ein “Must read” für jeden der sich für Klimawandel und Klimapolitik interessiert.
Besonders bemerkenswert: “Germanwatch fordert ein durchschnittliches Reduktionsziel von 45 % für die Industrieländer bis 2020, davon sind höchstens 15 % durch zwischenstaatlichen Handel außerhalb der Industrieländer (CDM) zu erbringen. Beitrag weiterlesen »
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Veröffentlicht am 26.11.2007 von Jörg Haas
Die australischen Wahlen haben einen Erdrutschsieg für die oppositionelle Labor Party ergeben. Damit ist John Howard abgewählt, australischer Premierminister und G.W. Bushs treuester Bundesgenosse in der internationalen Klimapolitik.
Die australische Labor Party hat angekündigt, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren. Ein Signal für Bali zu rechten Zeit.
Auch schön: Die australischen Grünen haben ihre Sitze im Senat mehr als verdoppelt, von zwei auf fünf. Glückwunsch an Bob Brown, Christine Milne und alle Australian Greens!
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Veröffentlicht am 14.11.2007 von Jörg Haas
Nach Stern Review und IPCC-Berichten, nach Gore-Nobelpreis und Klima-BILD sollte man eigentlich denken, die Klimakrise wäre in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft angekommen. Irgendwie hält sich auch bei mir die unausrottbare Hoffnung, dass dort “der Groschen fällt”.
Und sicherlich ist das auch partiell so. Die Deutsche Bank Research z.B. glänzt mit lesenswerten Analysen zum Klimaschutz, auch wenn man dort nicht alles unterschreiben mag. Oder der Bundesverband der Investmentgesellschaften gibt in Kooperation mit dem WWF den deutschen Bericht des Carbon Disclosure Project heraus. Beitrag weiterlesen »
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Veröffentlicht am 09.11.2007 von Jörg Haas
Die UN Foundation und der Club von Madrid haben eine Global Leadership for Climate Action ins Leben gerufen. 25 ehemalige Präsidenten, Premierminister, und andere hochrangige Politiker, Manager und Geschäftsleute, und als VertreterIn der Zivilgesellschaft die Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai aus Kenya.
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Veröffentlicht am 08.11.2007 von Jörg Haas
Sadad al-Huseini, ehemaliger Vizepräsident und Leiter der Abteilungen für Exploration und Produktion der staatlichen saudischen Ölgesellschaft Aramco, hat nun in einem aufsehenerregenden Interview gesagt, dass die technische Obergrenze der Ölförderung erreicht sei. Diese Information ist insofern bedeutsam, als die Größe der Reserven auf der arabischen Halbinsel die große Unbekannte in der Prognose des Maximums der globalen Ölförderung ist. Auf der Oil and Money Conference 2007 in London gab er zudem die Einschätzung bekannt, dass 300 der 1200 Mrd. Barrel als nachgewiesen geltender Ressourcen als “spekulativ” klassifiziert werden sollten. Damit gibt er einer Vermutung Auftrieb, dass das wundersame Wachstum der nachgewiesenen Ressourcen der OPEC in den 80er Jahren auf künstlicher Aufblähung der Zahlen basiert. Beitrag weiterlesen »
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